Susanne Kujala (geb. 1976 in Berlin) studierte zunächst an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin in den Hauptfächern Akkordeon und Korrepetition. Sie zog im Jahre 1998 nach Finnland und studierte an der Sibelius-Akademie Helsinki Akkordeon und Orgel in der Solistenklasse. Sie schloss ihr Studium (Master of Music) im Mai 2006 mit höchsten Noten ab. Ihr Debütkonzert fand im Februar 2007 in der Finlandia-Halle in Helsinki statt und ihre Debüt-CD „Organ Triptychon“, die Werke von Franz Liszt, Max Reger und Veli Kujala beinhaltet, erschien im darauffolgenden Jahr.

 

Im Jahre 2013 absolvierte Susanne Kujala ihr Doktorstudium an der Kunstuniversität (Sibelius-Akademie) Helsinki zum Thema „ Die Orgel als Instrument für neue Musik“. Sie arbeitete als Assistentin der Kirchenmusikabteilung von 2008 bis 2011. Seit 2009 unterrichtet sie Orgel an der Sibelius-Akademie. Von 2014 bis 2016 war sie die Vorsitzenden der traditionsreichen finnischen Organum-Gesellschaft gewählt.

 

Sie war Stipendiatin des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) 1999–2000, der Wihuri-Stiftung 2003, der Alfred Kordelin -Stiftung 2012 und des Kulturfonds Finnland 2013.

 

Susanne Kujala arbeitet als freischaffende Künstlerin. Eine ihrer bedeutendsten Aktivitäten ist die intensive Zusammenarbeit, die sie mit vielen Komponisten verbindet. Sie hat zahlreiche Werke vorrangig finnischer und deutscher Komponisten z. B. Kalevi Aho, Antti Auvinen, Friedrich Goldmann, Sampo Haapamäki, Veli Kujala, Olli Virtaperko und Helmut Zapf uraufgeführt. Sie hat im Febuar 2011 zusammen mit ihrem Mann Veli Kujala und dem Lappland Kammerorchester unter der Leitung von John Storgårds das Doppelkonzert für Vierteltonakkordeon, Akkordeon und Kammerorchester von Joachim Schneider uraufgeführt. Im Oktober 2012 hat sie zusammen mit dem Jousia Ensemble das Orgelkonzert CybOrgan für Orgel, Live-Elektronik und Streicher von Veli Kujala bei einem Konzert, dass Kunst und Wissenschaft verbindete, uraufgeführt. Im April 2016 konzertiert sie erneut an der mikrotonalen Fokker-Orgel im Muziekgebouw Amsterdam. Das Instrument ist im 31-Tonsystem gestimmt und bietet somit breite harmonische Möglichkeiten.

 

Eine CD mit Kammermusikwerken von Kalevi Aho, die u.a. seine Sonate für zwei Akkordeons gespielt von Susanne & Veli Kujala beinhaltet, erschien 2012 bei BIS Records.